Zu Gast in Queenslands Tophotels.

 


QUEENSLAND



Typisch australisch: Hier gibt es sogar Luxushotels, in denen man sich auch ohne Schlips und Krawatte nicht Fehl am Platze fühlt. Die Australier haben für diese Art des gehobenen, aber legeren Reisens sogar einen Namen erfunden: Barefoot Luxury. Was das mit nackten Füßen zu tun hat – Rasso Knoller ging der Sache in Queensland auf den Grund



Fürs Dinner den Anzug aus dem Koffer kramen. Noch schnell die Falten aus dem Hemd herausbügeln und die Krawatte festzurren. Dann über die Schuhe wischen. Bevor man in einem erstklassigen Hotel den ersten Gang des Abendessens einnimmt, ist meist Hektik angesagt. Nicht so in Australien: Ihre Lässigkeit behalten die Aussies auch im Luxussegment bei. Selbst in Spitzenhotels kann man, was die Garderobe betrifft, ganz locker bleiben. Es geht einzig darum, sich zu entspannen.
Auch einen Namen haben die Australier für diese relaxte Art des Luxusurlaubs kreiert: “Barefoot luxury”. Ganz stimmt der Bezeichnung zwar nicht, denn barfuss geht auch in Australien kein Mensch ins Sternelokal oder ins Hotelrestaurant.

Emporium: Stylish in Brisbane
Was Lucy George aus dem Handgelenk schüttelt, hat Niveau. Die Cocktails der Barchefin im Emporium Hotel in Brisbane begeistern nicht nur die Gäste. Die 32-jährige Engländerin überzeugt damit regelmäßig auch die Juroren landesweiter Wettbewerbe: Erst kürzlich hat sie sich den Preis für den besten Bartender einer Hotelbar gesichert. Auszeichnungen sammelt aber nicht nur die Mixkönigin des Hotels, sondern auch das Haus selbst.
Erst 2007 eröffnet, wurde das Hotel im Stadtteil Fortitude Valley bereits 2008 und dann wieder 2009 mit dem Titel „bestes Luxushotel in Queensland“ ausgezeichnet. Dem Gast wird schon bei der Ankunft klar, dass das Emporium kein normales Hotel ist. Hier wird er nämlich nicht, wie so oft, in einer nüchternen, grell beleuchteten Halle empfangen, sondern in einen in warmes rotes Licht gehüllten Eingangsbereich geführt. Die schwarz-weiß gestreiften Sessel im Zebralook, die direkt neben der Rezeption stehen, werden allerdings nur selten benutzt – der Check-In ist viel zu schnell. Ziemlich „cool“ sehen die Sessel dennoch aus.
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AUSTRALIEN Einzelausgabe / Anzahl 1
AUSTRALIEN Magazin 1/2010
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